Wie Restaurants unabhängig von Lieferando & Co. werden
Lieferando, Uber Eats, Wolt: Für viele Restaurants sind diese drei Plattformen längst kein optionales Extra mehr, sondern ein fester Bestandteil des Umsatzes. Und genau das ist das Problem.
Abhängigkeit entsteht schleichend
Am Anfang steht meistens eine einfache Überlegung: Die Plattform bringt Reichweite, ich zahle nur wenn ich verdiene. Das klingt fair. Aber nach einem Jahr kommen 50%, 60% oder mehr der Bestellungen über die Plattformen. Ein Ausstieg fühlt sich nicht mehr realistisch an.
Hinzu kommt: Die Plattformen investieren in ihre eigene Kundenbindung, nicht in deine. Der Kunde der heute bei dir über Lieferando bestellt, ist morgen bei deinem Konkurrenten. Du hast keine E-Mail-Adresse, keine Möglichkeit ihn zurückzugewinnen, keine Daten.
Warum ein kompletter Ausstieg selten sinnvoll ist
Die Plattformen haben trotz allem einen realen Wert: Sichtbarkeit für neue Kunden. Wer noch kein etabliertes Direktgeschäft hat, sollte nicht abrupt aussteigen. Das Ziel ist nicht Null-Präsenz auf den Plattformen, sondern ein gesundes Verhältnis zwischen Plattformbestellungen und eigenem Kanal.
Ein realistisches Ziel: 30 bis 50% der Bestellungen über den eigenen Kanal. Alles darüber ist exzellent. Alles darunter nach 12 Monaten aktivem Aufbau ist ein Signal dass die Migrationsstrategie angepasst werden muss.
Die Strategie die funktioniert
Unabhängigkeit entsteht nicht durch Abschalten sondern durch Aufbauen. Konkret bedeutet das:
- Eigener Bestellkanal zuerst: Ohne einen funktionierenden eigenen Shop gibt es nichts wohin man migrieren kann. Das ist der Ausgangspunkt.
- Jeden Plattformkontakt nutzen: Jede Bestellung über Lieferando ist eine Chance. QR-Code in der Tüte, kleiner Rabatt beim nächsten Direktauftrag, Hinweis auf die eigene App.
- Stammkunden zuerst ansprechen: Wer schon mehrfach bestellt hat ist am leichtesten zu überzeugen. Ein persönliches Anschreiben oder eine kleine Aktion für Wiederholungsbesteller bringt mehr als breite Werbung.
- Geduld einplanen: Drei Monate sind zu kurz um ein Urteil zu fällen. Sechs bis zwölf Monate sind der realistische Zeithorizont für messbare Ergebnisse.
Was den Prozess beschleunigt
Restaurants die schnell migrieren haben meist eines gemeinsam: Sie machen den eigenen Kanal attraktiver als die Plattform. Das bedeutet nicht unbedingt günstiger, sondern besser. Schnellere Bestätigung, persönlichere Kommunikation, ein Treueprogramm das sich lohnt.
Technisch helfen Tools die Migration zu tracken: Wie viel Prozent kommen diese Woche über den eigenen Shop? Welche Aktion hat einen Anstieg gebracht? Wer diese Daten hat, kann gezielt optimieren statt ins Leere zu handeln.
Fazit
Unabhängigkeit von Lieferplattformen ist kein Sprint. Es ist ein strukturierter Prozess der mit dem richtigen Werkzeug und einer klaren Strategie in zwölf Monaten messbare Ergebnisse liefert. Wer heute anfängt, hat in einem Jahr eine deutlich stärkere Verhandlungsposition gegenüber den Plattformen, mehr Kundendaten und eine gesündere Marge.
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